Chaotisches Weihnachten

 Ich schmücke meinen Weihnachtsbaum,
er ist nicht wirklich schön.
Nur dreißig Zentimeter groß,
so circa wie mein Föhn.
 
Paar kleine Weihnachtskugeln,
die sind ja ein Muss.
Ein wenig Lametta
und dann ist schon Schluss.
 
Ich stelle ihn ans Fenster,
doch man sieht ihn kaum.
Eher sehe ich Gespenster, als diesen Baum.
 
Habe Kekse gebacken,
die sind mir verbrannt.
Ich fand dieses Backen eh zu riskant.
 
Im Radio singen sie Weihnachtslieder,
ich summe leise mit.
Mir schmerzen alle Glieder,
bin heute nicht so fit.
 
Ich wünsche euch von Herzen
ein schönes Weihnachtsfest.
Backt nicht verbrannte Kekse,
das Christkind macht den Rest.
 
 © Kamilla-Maria Kowalski


Die Weihnachtszwerge

 Die Weihnachtszwerge konnten sich 
nicht entscheiden, 
einer musste sogar weinen.
Sie wollten ein großes Weihnachtsfest,
die meisten waren zu gestresst.
 
Der weinende Zwerg konnte nicht mehr,
noch letztes Jahr freute er sich sehr.
Die Zwerge, die noch glücklich waren,
wollten in die Berge fahren.
 
Da protestierte der weinende Zwerg,
"Ich will nicht mit auf den Berg!"
Die glücklichen Zwerge beruhigten ihn,
"Dann fahren wir lieber doch nach Wien!"
 
Den gestressten Zwergen war das zu viel,
"Das war nie unser Ziel!"
Der weinende Zwerg weinte noch mehr,
er wäre Weihnachten lieber am Meer.
 
 © Kamilla-Maria Kowalski


Mein Weihnachtsfest

 Habe den Tannenbau abgefackelt,
er hat wohl zu sehr gewackelt.
Nächstes Mal nehme ich keine echten Kerzen,
sonst werde ich seinen Nachfolger auch ausmerzen.
Jetzt habe ich einen verbrannten Baum im
 Wohnzimmer stehen,
meinen Gästen wird das Lachen vergehen.
Die Geschenke konnte ich zum Glück noch retten,
muss nicht mehr zum Einkaufen jetten.
 
Der Gänsebraten ist mir zum Glück gelungen,
dazu war ich ja gezwungen.
Will meinen Gästen etwas bieten,
so sind ja schließlich meine Sitten.
Den Punsch habe ich bereits kaltgestellt,
den Nachtisch habe ich dann doch bestellt.
Meine Motivation reichte nicht mehr aus,
das Rezept für den Nachtisch war ein Graus.
 
© Kamilla-Maria Kowalski

 

Der Weihnachtsmann und seine Finanzen

 Ich bin doch kein Milliardär. 
Diese Wünsche kann ich nicht akzeptieren,
da würde ich nur Geld verlieren.
Berge von Smartphones soll ich verschenken,
dass ich nicht dumm bin,
 können die sich wohl denken.
 
Wunschzettel sollte man abschaffen,
ich kann das alles nicht mehr schaffen.
Müsste mit den Zwergen expandieren,
das würde mich finanziell ruinieren.
Die himmlischen Sphären können 
schnell abkassieren.
 
Die Jugend versucht mich auszubeuten,
ich muss meinen finanziellen Ruin andeuten.
So kann das nicht weitergehen,
mich schmerzt es schon in den Zehen,
muss mir neue Schuhe nähen.
 
Lasse Weihnachten dieses Jahr ausfallen,
das wird der Jugend nicht gefallen.
Werde stattdessen mit Knallfröschen knallen.
Das habe ich Jahre nicht mehr gemacht,
früher habe ich immer dabei gelacht.
Das werde ich diesmal wieder probieren
und den finanziellen Ruin nicht riskieren.
 
 © Kamilla-Maria Kowalski





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